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Platzhirsch Logo Platzhirsch Duisburg 26.08. bis 28.08.2022 // Artists

Platzhirsch Duisburg

COOK / KWON / REID (US)

Tomeka Reid, aktueller improviser in residence des moers festivals, bringt ihr New Yorker Trio mit zum Hirschen: drei außergewöhnliche Streich-Künstler*nnen, zwischen instant composing und eindringlicher Performance.

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Weitere Infos:

„Das ganze Jahr schon haben wir hier in der Region das große Glück Tomeka Reid, ihre Kolleg*innen und deren Musik kennenzulernen.

Seit Januar residiert sie als Improviser in Residence in Moers, bespielt die Locations der Stadt, formiert immer wieder neue Ensemble und bringt jegliche Couleur der freien und improvisierten Musik auf das Parkett.

Beim diesjährigen Platzhirsch Festival spielt Tomeka Reid gemeinsam mit den Musikerinnen Jean Cook und eddy kwon. Zusammengetroffen sind die drei Streicherinnen als "String Section" des Art Ensemble of Chicago, doch noch für dieses Jahr ist die Veröffentlichung der ersten Aufnahmen als Trio geplant.

Die Erweiterung der musikalischen Performance durch die interdisziplinäre Praxis von eddy kwon wird uns allen sicherlich ein unvergessliches Konzerterlebnis bescheren.“

Text von Jeanne-Marie Varain (Geschäftsführerin vom moers Festival)


Tomeka Reid Trio (US)
Tomeka Reid - Violoncello 
Jean Cook - Violine 
Eddy Kwon – Viola, Stimme, Tanz 

Reid stammt aus Washington D.C., ging aber zum Studium nach Chicago und traf dort auf eine der schil- lerndsten und lebendigsten Musikszenen der Welt. Namen wie das legendäre Art Ensemble of Chicago, die AACM, Anthony Braxton oder Muhal Richard Abrams sprechen für sich. Hier konnte sie sich entfalten und sagt selbst, dass sie in der Metropole am Lake Michigan eigentlich erst zur Musikerin wurde. Schon bald arbeitete sie mit den oben genannten Größen, etwa in Braxtons ZIM Sextett.

Schon ihr Instrument, das Cello, zeigt, dass sie nicht nur im Jazz, sondern auch in der zeitgenössischen komponierten Musik zu Hause ist. Als Grenzgängerin zwischen den Welten erschafft sie eine sehr vielfäl- tige Musik. Eigen ist ihr dabei ein besonderes Gefühl für Groove und eine spezielle Farbe in ihrer Harmonik und Melodik. Auch hier identifiziert sie sich stark mit vielen Künstler*innen ihrer Wahlheimat: bei aller wil- den Experimentierfreude bleiben stets die Wurzeln und die Tradition insbesondere der afroamerikanischen Kunst im Blick. Oder, wie es der Wahlspruch des Art Ensembles prägnant ausdrückt: Great Black Music from the ancient to the future!

Reid ist Weltbürgerin, die fünf Sprachen spricht und bereits überall auf dem Erdball konzertiert und unter- richtet hat. So arbeitet sie aktuell an Projekten mit äthiopischen Künstler*innen. 2019 wurde zur Darius Mil- haud Gastprofessorin am renommierten Mills College in Oakland, Kalifornien berufen.